Sportlermeinung

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16.03.2011

Ligaabschluss 2011
Hallo liebe Sportkameraden !
So, die letzten Würfe sind geworfen, die letzten Kegel umgekegelt und der verdiente Hamburger Meister steht fest.

Die Bahnverhältnisse der letzten beiden Starts waren ok, vielleicht einen Hauch zu leicht, gerade in Wandsbek, aber das sagt sich natürlich auch leicht wenn man dort gut spielt... Was ich mir wünschen würde, für die nächste Saison: Anspruchsvolle bis schwere Bahnen, dazu vielleicht 1-3 mal Hausschuss-Lösungen, auch dort muss man ja spielen können und seine Leistung abrufen. Die Versuche waren ja in diesem Jahr da, die sicher nicht immer SO geklappt haben, wie es gewünscht war, aber auch das Gemurre aus der Liga hielt sich m. E. in Grenzen, man hört sich ja doch hier und da mal um. Zukünftig wäre es sicher sinnvoll, die entsprechenden Ölungen rechtzeitig auszuprobieren, ob das dann so läuft wie es gewünscht ist, möglichst auch mit verschiedenen Spielertypen, die es so gibt, die Sicht ist ja auch immer sehr sehr unterschiedlich.

Auch eine Ölung a la http://bv-hamburg.de/HMEinzel/2011/OelbildHMEinzel2011Othmarschen.pdf wäre mal sehr interessant, ebenso Long-Oil Varianten. Dazu kenne ich mich nicht gut genug aus, und ich weiß auch, dass der Grat zwischen Sport und Spaß sehr sehr schmal ist, gerade in Hamburg, dafür wurde einfach viel zu lange Zeit nicht darauf geachtet. Sicher keine leichte Aufgabe, aber ich glaube der Ansatz war sehr gut und wurde auch im Großen und Ganzen so angenommen, ich weiß ja nicht welches Feedback es noch aus anderen Ecken gab. Wenn ich nicht treffe werde ich dann auch mal meckern ;)) Das ist für mich halt im Moment blöd, weil es recht gut läuft und meine Meinung dann natürlich gemäßigt ist. Ich glaube in Osdorf und Wagnerstraße auszuprobieren dürfte leicht fallen, weil dort ein paar Klubs trainieren und es ja heutzutage recht einfach (?) ist, ein Ölprogramm aus der Maschine zu wählen. Klaro, Ölsorte, Belag etc spielt auch eine große Rolle... Aber jetzt hat man rund ein halbes Jahr Zeit, Vorbereitungen zu treffen und die Chance zu ergreifen, sich zu verbessern.

Jetzt noch ein Wort in anderer Sache:
Die Siegerehrung auf der Wagnerstraße war nicht nur peinlich, sondern beschämend... Selbige lief ab wie bei meinem einzigen Trainingstag im Jahr, beim Silvesterbowling: Thorsten Ohlhus stand vorne am Counter, hat dort mehr oder minder schnell die Ergebnisse runtergerattert, die Mannschaften kamen für Sekunden kurz vorne hin und gingen sofort wieder, die Medaillen lagen irgendwo in einer Tüte im Büro rum und wurden erst, nachdem alles praktisch vorbei war (was 3 Minuten dauerte) , herausgeholt und, glaub' ich, verteilt (ich war da schon nicht mehr da, wir von Alster waren wirklich alle sehr sauer und enttäuscht). Das war unter aller Kanone, ohne jegliche Vorbereitung und Respekt vor den Leistungen, die die Sportler, gerade auch die jüngeren von RWU, erbracht haben. Es war immerhin die höchste (!) Hamburger Spielklasse, sowie die Oberliga, die dort geehrt wurden, und ein Team vertritt Hamburg bei den Aufstiegsspielen. Es ist mir schleierhaft, dass nicht wenigstens eine Ehrung auf der Bahn erfolgt ist, wo alle hinkommen und dann gemeinsam dort stehen, vielleicht für ein Foto oder ähnliches. Es muss ja kein Riesenbrimborium sein, aber ein wenig den Rahmen zu wahren wäre sehr schön gewesen. So war es leider nur armselig. 

So, wie immer meine subjektive Meinung !
Trotzdem danke ich euch für eure Zeit und euer Engagement für den Hamburger Sport, ohne das ginge ja gar nichts ! 

Mit sportlichen Grüßen
Hendrik Voss

Eine Stellungnahme des Vorstand ist auf der Seite Aktuelles zu finden!

 

09.02.2011
Liebe Hamburger Bowlingspieler,
wir freuen uns ganz besonders Euch heute ein paar Zeilen zu den letzten Starts der Hamburg Liga veröffentlichen zu können. Heute lest Ihr einen Bericht von Hendrik Voss (BV Alster). Wir danken Hendrik Voss für die Zeit und den Aufwand, die er in diese Zeilen investiert hat. Wir weisen darauf hin, dass es ausschließlich ein subjektiver Bericht von Hendrik ist, den er niedergeschrieben hat. Es gab - von ein paar Form und Umgangsregelungen - keine Vorgaben von uns wie der Bericht auszusehen hat.
Wer ebenfalls Berichte schriftlich über Ligastarts an dieser Stelle veröffentlicht sehen möchte, trete gerne mit uns in Kontakt. Im Rahmen einer kleinen Aktion "Von Spieler für Spieler" sind wir grundsätzlich in der Lage pro Spieltag, pro Liga zwei Berichte zu veröffentlichen. Näheres erfahrt Ihr bei Interesse vom BVH Pressewart.
In diesem Sinne. Bis zum nächsten Strike und viel Spaß mit dem Bericht von Hendrik
Euer Mirco Olschok
BVH Pressewart"

Ein Bericht von Hendrik Voss:
Osdorf, 6.Start
Der Start war sehr überraschend, besonders die ersten Würfe eines jeden waren sehr amüsant. Meine eingeschlossen ;) Öl war reichlich vorhanden und die Bälle rutschten sehr ungewohnt fürchterlich lange durch. Morgens gab es noch ein klein wenig Rücklauf, wenn man sich wirklich Mühe gegeben hat. Das galt aber auch nur für den mittleren Bereich, geschätzt so ab Leiste 13-15. Mit dem entsprechenden Tempo und der Genauigkeit hat man in der Mitte recht gute Chancen gehabt, einigermaßen vernünftig zu spielen, aber jeder Strike musste wirklich hart erarbeitet werden. Da ich persönlich nicht sonderlich viele Umdrehungen habe (und wenn dann eher vorwärts- als seitwärts), gab es durchaus viele Wirkungsprobleme, nicht nur bei mir, sondern Ligaübergreifend.
Rechts vom genannten Bereich tat sich nicht viel, die Bälle rutschten praktisch komplett durch. Der Umstand verschärfte sich nach dem Mittag noch stärker, man hatte den Eindruck als wenn die Ölmaschine nicht das ganze Öl vom Vormittag komplett reinigen konnte, sondern das noch Reste auf der Bahn waren. Dazu wurde dann mittags doppelt geölt. Die Wirkung war frappierend... der Bereich ist noch ein wenig kleiner geworden und Rest von (gefühlt) Leiste 15 ging gar nichts mehr, die Bälle gingen komplett durch. Die Ergebnisse des Spieltages sprechen ja für sich.... Mein Fazit: vormittags war es sehr schwer, aber ok und machbar. Da war nicht mehr viel mit mal-eben-240 spielen, sondern jeder Wurf hat wirklich volle Konzentration gefordert. Vom entsprechenden Umsetzen mal ganz zu schweigen. Nachmittags war indiskutabel. Erstaunlicherweise haben sich die sehr glatten Bahnen extrem auf das Räumspiel ausgewirkt. Ich hatte des Gefühl das rechts von 13-15 nahezu 1:1 Ratio lag, in der Mitte gefühlt 1,5:1... Vormittags: sehr schwer spielbar, grenzwertig. Nachmittags eher Richtung unspielbar.
Ach ja, man hatte auch deutlich den Eindruck als wenn die Bahnen auf der linken Seite deutlich anders als rechts waren. Zumindest nach dem, was ich von Peter Hersel gesehen habe (er hat es aber auch bestätigt, dass es anders gewesen sein muss).

Othmarschen, 7.Start
Hier gibt es deutlich weniger zu sagen. Die Bahnen waren leicht zu spielen, außen viel Rücklauf, in der Mitte viel Halt. Gefühlter Hausschuß mit recht hohem Ratio, zu leicht für mein Empfinden.
Mittlerweile ist es aber viel interessanter geworden, die ersten Würfe zu machen und zu sehen wie die Bahn ist, was gefordert ist, welche Linien, Tempo etc. pp. Macht mir persönlich viel mehr Spaß als der "Einheitsbrei", den man auch sehr oft noch beim Betriebssport spielt. Ich empfinde es halt als viel größere Befriedigung, wenn man für ein gutes Ergebnis auch etwas tun muss, anstatt "einfach rechts raus und die Gasse treffe ich sowieso" zu spielen. Mir gefällt das, ich würde mich freuen wenn das so weitergeht und probiert wird. Sicher ist es nicht immer optimal, dafür haben wir als Hamburger wohl einfach auch zu wenig Erfahrung auf unseren Belägen, aber letzten Endes ist es ja für alle gleich, und das ist dann die Hauptsache (abgesehen von der Rechts/Links- Problematik in Osdorf).

Sodele, just my 2 Cent...

Liebe Grüsse
Hendrik
 

 

Stand: 20. February 2012